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Amor Ben Hamida

أهْلاً وَسَهْلاً

Ahlan ua Sahlan

Herzlich willkommen!

Ich bin am zehnten oder fünfzehnten April 1958 auf die Welt gekommen, in einer Gegend, wo man die Geburt eines Kindes nicht sofort und automatisch meldete. Daher könnte ich fünf Tag jünger sein, als in meinem Pass steht… 


Als ich fünf Jahre alt war, verstarb mein Vater. Meine Mutter – ohne Rente, Einkommen und Ausbildung – brachte uns durch. Ich bewundere und ehre diese Frau wie niemanden auf der Welt sonst für ihre Selbstlosigkeit, die so weit ging, dass sie den in Essen eingebrachten Lohn unter uns verteilte und uns sagte, sie hätte schon gegessen. Erst als Erwachsene erfuhren wir, dass das Essen nicht für alle genügte und sie darauf regelmäßig verzichtete… 


Und meinen Vater bewundere ich besonders für eine Eigenschaft: wenn ein Bettler just an die Tür klopfte, wenn er sich an seinen kleinen runden Tisch setzte und essen wollte, dann gab er dem Bettler das Essen und sah ihm zu. Und wenn Mutter ihm etwas anderes kochen wollte, und sei es ein Spiegelei, antwortete er stets: «Wenn ich mein Essen geben und Ersatz bekommen kann, wo ist da der Sinn? Wenn ich nicht hungrig ins Bett gehe, wie soll Gott mir meine Tat belohnen?» 


Im Alter von zehn Jahren kam ich mit meinen zwei Brüdern in ein Kinderdorf in Südtunesien. Kein Jahr später wurde ich für die Reise in die Schweiz ausgesucht, ins Kinderdorf Pestalozzi, Trogen (www.pestalozzi.ch). Ich erinnere mich gut… Mein Dorfleiter fragte mich, ob ich in die Schweiz gehen würde, ich antwortete sehr schnell «ja» und wollte endlich wieder Fußball spielen gehen. Wir nannten dieses Spiel nicht wegen des Balls so, nein, nur weil wir es mit den Füssen spielten! Denn als Ball diente eine gestopfte Socke und wir spielten natürlich barfuß auf einem sandigen Boden. 


Die Zeit im Kinderdorf Pestalozzi hat mich geprägt. Ich habe schöne und schmerzhafte Erinnerungen zugleich ...


1975 ging ich nach Neuchâtel und absolvierte eine vierjährige Handelsschule. Dann fing ich an zu arbeiten: Verkauf, Marketing, Product Management. 

1982 kam mein erster Sohn, Joël-Sami auf die Welt. 1989 wurde Julien-Zakaria geboren. 

Vor etwa zehn Jahren stieg ich in die Informatik ein, zunächst als Kursleiter und Trainer bei IBM, dann als Supporter bei UBS und später als Business Analyst in der Swiss Re - Schweizer Rückversicherungsgesellschaft, wo ich bis Ende 2011 arbeitete. 


Das Schreiben hat mich schon im zarten Alter von vierzehn gepackt. Damals schrieb ich ellenlange Gedichte, später eben so lange Aufsätze, eine Zeitlang waren meine privaten Briefe selten kürzer als zehn Seiten. Und dann, etwa 1985, schrieb ich ein schönes Theaterstück, das die Entwurzelung eines jungen Mannes beschreibt, seine Ausreise in ein Exil, das zwar schöner war als seine Heimat, ihn aber nicht glücklich machte. Natürlich, wie es sich zu einem Autor gehört, hat dieses erste schöne Werk nicht überlebt und wurde Opfer der Papiersammlung… 


Dann, 2001, begann ich ernsthaft darüber nachzudenken, ob ich meine Beobachtungen bezüglich transkultureller Beziehungen nicht einer grösseren Öffentlichkeit bekannt machen wollte. Und das geschah mit meinem ersten Buch „Tunesier sucht Europäerin – zwecks Heirat“. Trotz des provokativen Titels geht es darin um die Zerrissenheit, die Zweifel und Hoffnungen eines jungen Tunesiers, der in Europa das gelobte Land sieht, bis er in Zürich landet und die Realität entdeckt... 


Seither sind schon neun Bücher erschienen. Und viele Projekte sind noch in der Schublade, beziehungsweise auf der Harddisk.

Viel Spass beim Stöbern, Probelesen und natürlich bestellen!

Amor

 

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Die stärksten Brücken werden aus Steinen gefallener Mauern gebaut. Andreas Tenzer